Interessantes & Neues

 

 

Gemeinsames Projekt Bad Muskau (D) - Doksy (CZ)

 

Projekt Nr. 100272994 "Von Wallenstein zu Pückler - fürstliche Qualität der Dienstleistungen für unsere Gäste / Od Valdštejna k Pücklerovi – knížecí kvalita služeb pro naše hosty“

 

*******************************************************************************************************

 

Fachworkshop in Doksy am 20. Oktober 2016

 

Doksy - wo ist das?

Kurz vor der Fahrt werde ich von einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Bad Muskau gefragt, ob ich mit nach Doksy kommen möchte, es wäre noch ein Platz für die Presse 'Muskauer Anzeiger' frei. Na schön, Zeit hätte ich. - Wo aber liegt denn Doksy? Noch nie gehört! In Amerika?" Ich suchte den Ort im Internet. Aha – im Norden von Tschechien, im Okres Česká Lípa!

Die Deutschen nannten diesen böhmischen Ort vor dem 2. Weltkrieg Hirschberg, wie sie z.B. zu Liberec – Reichenberg sagten und zu Česká Lípa – Böhmisch Leipa. Ein springender Hirsch ist zwar im Stadtwappen von Doksy zu sehen, trotzdem hieß der Ort schon "anno dunnemals" Doxa und Dokzi und gehörte zu Böhmen.

Am 20. Oktober im frühen Morgengrauen beginnt die Fahrt. Ausschlaggebend dafür ist ein EU-Projekt, das von Vertretern beider Städte Doksy und Bad Muskau auf den Weg gebracht wurde und das aus dem Fond für regionale Entwicklung mit insgesamt 2,39 Mill € gefördert wird. Als Ziel beinhaltet das Projekt, die Tourist-Informationen beider Städte zu verbessern. Das Projekt ist bereits von der EU genehmigt.

In Bad Muskau ist vorgesehen, dass die Touristen-Information vom  Alten Schloss in das "Torhaus" umzieht. Dieses Haus befindet sich am ehemaligen Kirchdammtor, das vom Kirchplatz direkt in den Schlosspark führt. – Die Parkführer wird es freuen, weil es dann keine Verwechslungen mehr zwischen dem  Alten und Neuen Schloss geben wird!

Das Torhaus wurde von der Stadt erworben und wird zweckmäßig und barrierefrei um- und ausgebaut. Es sollen außer dem Verkaufsraum und dem Büro noch öffentliche, behindertengerechte Toiletten, ein Wickelraum für Kleinkinder, Aufbewahrungsmöglichkeiten für Gepäck und Fahrräder, Lademöglichkeiten für Elektro-Bikes, eine Teeküche und Ausstellungsräume für Fotos von Amateuren und Profis entstehen.

So wie in Bad Muskau will auch die Touristeninformation in Doksy umziehen und ihre Fördermittel in die denkmalgerechte Sanierung des großen Wallenstein-Schlosses einsetzen, um danach im Erdgeschoss die Touristinformation einzurichten, und die großen Säle im Obergeschoss für Ausstellungen zur Historie der Familie Wallenstein, für eine Pückler-Präsentation und ein Museum für die beliebten tschechischen Čtyřlistek-Figuren nutzen.

Bei diesem ersten Kennenlern-Treffen stellen uns die tschechischen Gastgeber ihre wunderschöne Landschaft vor, die schon lange als beliebtes Kur- und Erholungsgebiet gilt. Das Stadtbad in Doksy wurde 1906 gegründet und bietet mit Heilwasser und Moorbädern ganzjährig Behandlungen von Erkrankungen der Atemwege, Nervenleiden, Schlafbeschwerden und Rheumatismus an. Nach dem 1. Weltkrieg kamen ein großer Strandbereich am Großen See hinzu und auf der Wasserfläche zogen erste Motorschiffe ihre Runden. Von Doksy spricht man schon damals als dem Nordböhmischen Seekurort oder der Nordböhmischen Riviera. Vielleicht stammt aus dieser Zeit auch das in Tschechien eigentlich ungewöhnliche Begrüßungswort – "Ahoj!" Der große Badesee hat zu Ehren des beliebten tschechischen Dichters Karel Hynek Mácha den Namen Machásee erhalten. Nordböhmen war die Wahlheimat dieses Romantikers (*1810, 1836) und hier war er bis zu seinem frühen Tode auch schriftstellerisch tätig. 

Wer Nordböhmen schon bereist hat, weiß, dass dieses Gebiet überwiegend hügelig ist und fast  jeden spitzigen Hügel eine Burg krönt. So verlockt diese Landschaft nicht nur zum Wassersport, sondern auch zu ausgedehnten Spaziergängen und zur Ersteigung und Erforschung mittelalterlicher Bauwerke und seiner Geschichte. Es ist eine malerische Gegend mit vielen Sehenswürdigkeiten und großem Erholungswert, was zum Ausprobieren einlädt! Dabei sollten auch nicht die leckeren böhmischen/ tschechischen kulinarischen Köstlichkeiten vergessen werden – ein interessantes Projekt!

 

Quelle: Muskauer Anzeiger/27. Jahrgang/Nummer 315/Dienstag, 15. November 2016,

Text: Brigitte Haraszin

 

Wallenstein Schloß in Doksy (Foto: Bad Muskau Touristik GmbH)

Marktplatz mit Rathaus Doksy (Foto: Bad Muskau Touristik GmbH)

 

*********************************************************************************************************

 

Bad Muskau Touristik GmbH bekommt kostenfreie Webseitenerstellung

 

Die Bad Muskau Touristik GmbH ist seit kurzem mit einer neuen Webseite im Internet vertreten. Der Internetauftritt, der in Kooperation mit dem Potsdamer Förderverein für regionale Entwicklung e.V. kostenfrei entstand, soll Interessierte umfassend über das lokale und regionale touristische Angebot in und um die idyllische Park- und Kurstadt an der Lausitzer Neiße informieren.

Ob Abenteurer oder Erholungssuchender – in Bad Muskau kommt jeder auf seine Kosten. Unter www.muskau.info können sich Interessierte mithilfe des bereitgestellten Imagefilms selbst ein Bild von der Stadt und dem UNESCO-Welterbe Muskauer Park/ Park Mużakowski machen. Weiterhin stehen den Webseitenbesuchern zahlreiche Informationen über die Sehenswürdigkeiten des Ortes und der Umgebung, über das Kurwesen der Stadt, sowie über das breitgefächerte Angebot der anerkannten Touristinformation zur Verfügung. Wer seinen nächsten Ausflug in die schöne Park-und Kurstadt plant, findet online zudem Informationen für persönliche Gespräche und einen Link zum Gastgeberverzeichnis des Ortes.

Die Bad Muskau Touristik GmbH profitiert, wie alle Projektpartner, sehr von der Zusammenarbeit mit dem Förderverein für regionale Entwicklung e.V. Der Aufbau des Internetauftritts im Rahmen der Initiative „Sachsen vernetzt“ ermöglichte nicht nur eine kostenfreie Erstellung und Entwicklung der Webseite, sondern gibt dem Team der Touristikinformation zudem die Möglichkeit die eigene Seite selbstständig aktuell zu halten. Dank Fördermittel müssen lediglich die Gebühren für den Speicherplatz vom Unternehmen selbst getragen werden. Das Supportteam des Fördervereins steht seinem Projektpartner bei allen offenen Fragen zur Seite.

Wer Interesse an einer neuen oder überarbeiteten Internetseite hat, kann sich unter www.azubi-projekte.de bewerben. Die Projektkoordinatoren stehen Ihnen unter der Rufnummer 0331 550474 -71,-72 zur Verfügung.