Kuren in Bad Muskau

Die Heilanzeigen:

  • Rheumatische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Orthopädische Erkrankungen
  • Gynäkologische Erkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Osteoporose
  • Atemwegserkrankungen
  • Unfall- und Verletzungsfolgen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Entwicklung des Kurbetriebes:

Im Jahre 1822 wird Pückler auf den reichen Eisengehalt der Quelle südlich der Stadt (später Badepark) und den damit verbundenen Nutzen für Kranke aufmerksam gemacht. Daraufhin lässt er im Sommer einige Wannen für Mineralbäder für Kranke der Standesherrschaft aufstellen und erste Trinkkuren verordnen. Außerdem kommen neben dem Wasser, Schwefel-, Kräuter-, Schlacken-, Douch- und Dampfbäder sowie ein russisches Bad zur Anwendung. Eine Besonderheit sind die "Schwitzbäder", welche sich in den Schächten des Alaunbergwerkes befinden.

1823 wird die erste Badesaison im Hermannsbad im Badepark eröffnet. Besitzer der Badeanlagen ist Ludwig Heinrich Hermann von Pückler-Muskau. Die vorhandene Eisenvitriolquelle erhielt ihm zu Ehren die Bezeichnung "Hermannsbrunnen" (Trinkquelle).

In den darauffolgenden Jahren wird das Moor in der Muskauer Umgebung entdeckt und neben dem Heilwasser zur Durchführung von Kuren eingesetzt. Im Jahr 1881 erhält die Stadt den Titel "Bad". Das Kurwesen entwickelt sich zum Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. So lässt Dr. Halter 1913 im Bergpark (am Badepark) ein Privatsanatorium bauen. Im Jahr 1930 verlor der Badebetrieb allerdings an Bedeutung und wurde in den öffentlichen Kureinrichtungen im Badepark ganz eingestellt.

 

Die Behandlungen mit natürlichen Heilmitteln wurden aber im "Berghaus Dr. Halter" fortgeführt, so dass der Kurortstatus erhalten blieb. Da im Zweiten Weltkrieg die historischen Kurgebäude zerstört wurden, musste der Kurbetrieb 1950 im ehemaligen Kavalierhaus des Fürsten Pückler wieder aufgenommen werden. Die Bedeutung der Stadt als Kur- und Erholungsort wurde 1961 erneut durch die Zusatzbezeichnung "Bad" und 1967 durch die Prädikatisierung als „staatlich anerkannter Kurort“ auf der Grundlage der Kurortverordnung der DDR wiederbelebt. Im Jahr 1986 wurde im Bergpark ein Kindersanatorium an der Stelle des ehemaligen "Privatsanatorium Dr. Halter" errichtet.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands erhielt die Kureinrichtung in Bad Muskau den Status einer Reha-Klinik und führte in Trägerschaft des Freistaates Sachsen stationäre Reha-Maßnahmen durch. Anfang 1996 wurde die Kinderkureinrichtung geschlossen und die Stadt Bad Muskau übernahm den Kurbetrieb in beiden Häusern als Reha-Klinik vom Freistaat Sachsen in ihre Trägerschaft.

1997 erhielt die Stadt Bad Muskau die Anerkennung als „staatlich anerkannter Kurort“ (Bestandsschutz bis 2005). Die Stadt musste aber zum Ende des Jahres den Kurbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen einstellen und den Eigenbetrieb schließen. Das Therapeutische Zentrum Moorbad Bad Muskau übernahm 1998 den Kurbetrieb im ehemaligen Kavalierhaus im Schlosspark und führte das Kurhaus privat weiter.

 

 

Im Jahr 2000 brachte eine im Norden Bad Muskaus auf den Loosen Wiesen niedergebrachte Bohrung aus 1586 m Tiefe eine hochprozentige Thermalsole mit einer Austrittstemperatur von 44°C und einem Salzgehalt von 8% zutage. Diese Thermalsole stellt eine enorme Bereicherung der Palette aufgebotener Heilmittel dar.

2003 erwarb der Freistaat Sachsen die Bergrechte an der Thermalsole und verpachtete sie an die regionale Entwicklungsgesellschaft. 2005 erhielt die Stadt das staatliche Prädikat "Ort mit Moorkurbetrieb".

Auf Grund der Bausubstanz des historischen Kavalierhauses und der gestiegenen Zahl sowie Ansprüche der Kurgäste wurde der Kurbetrieb im Therapeutischen Zentrum Moorbad Bad Muskau Ende des Jahres 2009 eingestellt. Am Markt entstand unterdessen an Stelle des ehemaligen "Hotel Stadt Berlin" das "Kulturhotel Fürst Pückler Park".

Die Landesdirektion Dresden erkannte 2010 das Grundwasser aus der Bohrung "Hy Bad Muskau 1/2000" als Heilquelle staatlich an. Der Landkreis Görlitz erwarb alsbald die Rechte an der Vermarktung der Solethermalquelle vom Freistaat Sachsen. Das Kulturhotel sowie das Erlebnisbad in Krauschwitz nutzen das Heilwasser mittels modernster Technik.

 

 

Das Kulturhotel Fürst Pückler Park:

  • ambulante Badekuren und Privatkuren
  • zertifizierte Wellness- und Präventionsangebote
  • Gesundheits- und Wellnesswochen
  • Wochenendangebote und Verwöhntage

www.kulturhotel-fuerst-pueckler-park.de

 

Die Erlebniswelt Krauschwitz:

  • Dampfkammer mit Sole-Inhalation
  • Solebecken 36°C
  • Gradierwerk 

www.badeparadies.com